30/07/2021

Mensch und Computer 2021:
 Aufbruch in eine neue Zukunft

— Konferenz | 5. – 8. September 2021

Die jährliche Konferenz “Mensch und Computer“ bietet eine Diskussionsplattform rund um das Thema Interaktion zwischen Menschen und Technik. Dabei steht vor allem der Austausch und die Förderung innovativer Forschungsergebnisse zwischen Wissenschaft und Praxis im Vordergrund, um für die Relevanz von nutzungs- und aufgabengerechter Technologiegestaltung in Wissenschaft und Öffentlichkeit zu sensibilisieren sowie neue Forschungsaktivitäten anzuregen.
 
Mit dem Titel “Aufbruch in eine neue Zukunft“ werden in diesem Jahr die durch Digitalisierung getriebenen Transformationsprozesse adressiert. Die gesamte Informationsgesellschaft steht nicht zuletzt durch beispielsweise künstliche Intelligenz und dessen Anwendung vor einer enormen Veränderung. Insbesondere die Pandemie hat gezeigt, dass ein “mehr” an Information kein zukunftsfähiges Modell ist. Die Rückbesinnung auf Wesentliches sowie eine Erneuerung der Mensch-Computer Symbiose und Interaktion für ein grundsätzliches Verständnis von Mensch und Technologie werden damit unvermeidlich.
 
Im Zuge dieser Konferenz möchten wir Sie auf den Workshop “Usable Privacy and Security” aufmerksam machen. Zusammen mit dem Fraunhofer AISEC und der Charité konnten wir (Forschungsgruppe Human-Centered Computing) erfolgreich das Workshop-Paper “Privacy Needs Reflection: Conceptional Design Rationales for Privacy-Preserving Explanation User Interfaces” einreichen.
 

30/07/2021

Digitale Souveränität: Wie geht das?

— Podcast

Seit der Pandemie und im Zuge des Strukturwandels sind Bildung, Industrie 4.0 und Digitalisierung in Deutschland stark diskutierte Themen. Dementsprechend stellen sich die Fragen: Wie kann eine digitale Infrastruktur aufgebaut werden, die zukünftig den deutschen und europäischen Anforderungen gerecht wird? Welche Wege sollte der Staat unternehmen und welche Maßnahmen sind erforderlich, um digital souveräner zu werden?
 
Im Podcast zum Thema “Digitale Souveränität” interviewt Heise Online Dr. Oliver Grün (Präsident des Bundesverbandes IT-Mittelstand e.V.). Mit der Kampagne “Deutschland kann Digital” möchte der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. auf die Problematik zur Umsetzung digitaler Souveränität hinweisen, um für eine verbesserte deutsche und europäische IT-Angebotslandschaft zu sensibilisieren. Vor allem das Angebotsspektrum bei Hardware, Software und IT-Dienstleistungen wird immer stärker durch Global Player beherrscht. Dementsprechend wird im Gespräch mit Dr. Oliver Grün ergründet, vor welchen Herausforderungen Staat und Wirtschaft aktuell stehen.
 

30/07/2021

Dark Patterns

— So werden Sie im Netz manipuliert

Im Internet gibt es ein Vielzahl an ausgefeilten Designtricks “Dark Patterns”, die von Unternehmen strategisch genutzt werden und vor deren Konsequenzen Nutzer*innen kaum gefeit sind: Blitzschnell werden Verträge durch einen Klick abgeschlossen, während zum Kündigen ein weitaus größerer Aufwand notwendig ist. Wiederum andere Klicks erscheinen unentwegt und erzwingen eine Handlung wie im Fall von Streaming-Anbietern. Egal wie häufig der Premium-Account abgelehnt wird, der Klick auf “Nein” ist immer wieder nötig. Oder aber Werbe-Cookies, die Nutzer*innen Letztendes doch zur Handlung zwingen. So hat ein Gutachten der Grünen im Zuge des Antrags zur Nachbesserung des Gesetzes für faire Verbraucherverträge offengelegt, dass in einem Fall 17 Klicks notwendig waren, um zur Option auf Vertragskündigung eines Versicherungsanbieters zu gelangen. Diese Methode hat mittlerweile sogar einen Namen, die sogenannte “Kakerlakenfalle” oder “Roach Motel”. Nutzer*innen finden schnell den Weg hinein, aber kaum noch hinaus.

Gibt es aber nicht die Möglichkeit, sich diesen psychologischen Tricks der Dark Patterns zu entziehen? Das Forschungsprojekt “Dark Patterns Detection Project” um Professor Mario Martini von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer untersucht zusammen mit Kolleg*innen die “Natur” der Dark Patterns. Im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz soll in dem Projekt eine App-Anwendung entstehen, die Dark Patterns automatisch erkennt und Verbraucher*innen vor gezielten Manipulationen warnen kann. “Dark Patterns bespielen unterbewusste Verhaltensmuster, die in jedem Menschen angelegt sind”, beschreibt Martini. Dabei seien vulnerable Gruppen wie Kinder oder unerfahrene Senior*innen besonders anfällig für Dark Patterns – aber auch onlineerprobte und juristisch gebildete Nutzer*innen können sich nicht vollständig gegen die unbewusste Wirkung solcher Muster wehren.

25/06/2021

Big Data spielt eine immer größere Rolle
in der Medizin

— Standortübergreifender Informationsaustausch durch die Methode
„Swarm Learnings“

Algorithmen der Künstlichen Intelligenz (KI) lassen sich trainieren, um in medizinischen Datenbanken unter anderem Blutkrebs, Lungenerkrankungen oder wie aktuell Covid-19 zu erkennen. Die Nutzung dieses generierten Wissens einer KI ist das eine, aber eine standortübergreifende Datenweitergabe stellt angesichts des Datenschutzes und der hohen Datenmengen eine enorme Herausforderung dar.

Expert*innen des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der Universität Bonn, des IT-Unternehmens Hewlett Packard Enterprise und weiterer Forschungseinrichtungen haben für einen derartigen Fall die Methode „Swarm Learnings“ im Sinne der Schwarm-Intelligenz entwickelt. Mithilfe von Methoden aus dem Bereich Machine Learning, einem Teilbereich der KI, kombiniert Swarm Learnings den Informationsaustausch über mehrere Knoten eines Netzwerks. Dabei werden lediglich die Algorithmen und die für die Anwendung relevanten Parameter ausgetauscht. Die eigentlichen Forschungsdaten bleiben weiterhin vor Ort. Der Informationsaustausch wird durch ein digitales „Blockchain“-Protokoll geregelt und dokumentiert sämtliche Ereignisse, die von allen Mitgliedern des Schwarms eingesehen werden können.

25/06/2021

Datenschützer setzen Unternehmen
die Pistole auf die Brust

— Der Streit um Cookies

Internetkonzerne wie Google oder Facebook verdienen mit personalisierter Werbung sehr viel Geld. In diesem Zusammenhang wissen Unternehmen vor allem die Vorzüge von Cookies zu schätzen. Dabei „verfolgen“ Cookies Nutzer*innen im Netz und speichern persönliche Daten beim Besuch einer bestimmten Internetseite auf dem Computer. Die Einwilligung erfolgt mit einem schnellen und intuitiven Klick über das Cookie-Banner — und gerade dahinter verbirgt sich ein wahres „Klick-Labyrinth“, entwickelt von Berater*innen und Designer*innen eines Unternehmens, um Nutzer*innen zu einer Zustimmung zu bewegen. Obwohl Cookie-Banner auf den Richtlinien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beruhen, sieht der Datenschutzaktivist Max Schrems hier einen klaren Verstoß, um „Menschen mit Tricks zum Zustimmen zu verführen“. Des Weiteren würden Unternehmen zugeben, so Schrems, dass gerade mal 3 % der Nutzer*innen einer Website Cookies tatsächlich akzeptieren, aber über 90 % dazu verleitet werden können, ihre Zustimmung zu geben.

25/06/2021

Daten in der Forschung

— Zum Wohle der Patient*innen

In Regionen oder ländlichen Strukturen mit einem Mangel an klinischen Einrichtungen oder einer geringen Bevölkerungsdichte können beispielsweise Wege zu Unfallstellen weit und abgelegen sein. Um die Gesundheitsversorgung mit neuen Forschungsansätzen zu verbessern, benötigen Forschende Daten von Patient*innen. Aber genau diese Daten verdienen den allerhöchsten Schutz. Wie lässt sich also dieser Konflikt zwischen Datenschutz und Datennutzung lösen?

Im Artikel von netzpolitik.org wird dieses Problem aus den Perspektiven Forschung, Recht, Politik und Patient*innen betrachtet. So dient unter anderem das Forschungsprojekt „AI Rescue“ als aktuelles Beispiel, um Künstliche Intelligenz (KI) zur Verbesserung der Rettungsmedizin in Deutschland zu nutzen. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser KI benötigen die Forschenden sensible Gesundheitsdaten. Doch diese Daten sind aufgrund der Datenschutzbestimmungen schwer zu bekommen oder werden oftmals nicht einmal erhoben. Dem kommt hinzu, dass weit verteilte Zuständigkeiten und ein mangelndes politisches Bewusstsein die Forschungsarbeit zusätzlich erschweren. Eine mögliche Unterstützung bieten in diesem Zusammenhang Gremien wie das Use & Access-Komitee (UAC), bestehend aus Vertreter*innen der Medizin, Forschung, Ethik und Datenschutz. In Anbetracht bestimmter Forschungsvorhaben sollen diese Gremien beispielsweise entscheiden, welche Daten benötigt werden und ob die Nutzung dieser für die Forschung ethisch vertretbar sind — um so das Risiko der Patient*innen mit Blick auf die potenzielle Datennutzung abzuwägen.

14/05/2021

Save the Date: Mensch-Technik-Interaktion
 für digitale Souveränität

— Vernetzungsveranstaltung | 15. — 16. Juni 2021

Im Juni lädt das Bundesministerium für Bildung und Forschung zur diesjährigen Vernetzungsveranstaltung unserer Fördermaßnahme „Mensch-Technik-Interaktion für digitale Souveränität“. Diese Veranstaltung soll nicht nur den Austausch innerhalb der Fachcommunity fördern, sondern richtet sich auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Neben „Spotlight Präsentationen“ der jeweiligen Forschungsprojekte wie WerteRadar und einer anschließenden Plenumsdiskussion am ersten Tag sind Workshops zu relevanten Methoden und Fragestellungen in Anbetracht der einzelnen Projekte geplant. Auch Forschungsprojekte aus den Bereichen Robotik, Pflege, Mobilität sowie KI anderer Fördermaßnahmen werden am zweiten Tag teilnehmen und mithilfe eines interaktiven Formats mit der Community „Mensch-Technik-Interaktion“ in die Diskussion gehen.

14/05/2021

Situated Case Studies for a Human-Centered Design of Explanation User Interfaces

— Workshop-Paper | CHI-Konferenz 2021

Zur diesjährigen Konferenz „Computer-Human Interaction (CHI)“ konnte Claudia Müller-Birn in Zusammenarbeit mit Katrin Glinka, Peter Sörries und Michael Tebbe der Forschungsgruppe Human-Centered Computing (HCC) sowie mit Susanne Michl von der Charité — Universitätsmedizin Berlin (Medical Humanities und Medizinethik) erfolgreich das Workshop-Paper „Situated Case Studies for the Human-Centered Design of Explanation User Interfaces“ einreichen.
Themenschwerpunkt des Workshops „Operationalizing Human-Centered Perspectives in Explainable AI“ war, den weitreichenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf unser Leben verständlich erklärbar zu machen. Bisher hat sich der Diskurs über erklärbare KI jedoch vorwiegend auf algorithmuszentrierte Ansätze konzentriert, was zu Lücken bei der Umsetzung von Bedürfnissen der Nutzer*innen führt und die Probleme der algorithmischen Intransparenz verschärft. Ziel dieses Workshops war es, zu untersuchen, wie die menschenzentrierte Perspektive erklärbarer KI auf konzeptioneller, methodischer und technischer Ebene durch ganzheitliche Ansätze operationalisiert und gefördert werden kann.
Das Workshop-Paper ist inspiriert von einer bestehenden Fallstudiensammlung der Forschungsgruppe HCC im Bereich der erklärbaren KI. Hier wird vor allem der fehlende Kontext eines klaren methodischen Vorgehens adressiert, der wiederum unterschiedliche methodische Herausforderungen schafft. Mithilfe von drei ausgewählten Fallstudien wird deutlich, wie scheinbar kleine Unterschiede andere Methoden und Betrachtungsweisen erfordern und wie eine solche Sammlung an Fallstudien eine methodische Orientierung und kritische Reflexion ermöglicht.
 

14/05/2021

Öffentlicher Source-Code für mehr
digitale Souveränität

— Initiative „Ein Ort für öffentlichen Code“

Zusammen mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg will das Bundesministerium (BMI) eine Plattform für Open-Source Software der öffentlichen Verwaltung aufbauen. Da die Auffassung besteht, dass mit Steuergeldern entwickelte Software, Verwaltungen, der Gesellschaft und der Industrie zur Verfügung stehen sollte.
In diesem Artikel auf Heise-Online finden Sie weitere Informationen zu den Hintergründen und Unterstützer*innen, die das übergeordnete Ziel der digitalen Souveränität verfolgen.
 

14/05/2021

re:publica 21: Losing Autonomy in Lockdown?
Self-determination over Data in the
COVID Digitization Push

— Meet-Up | 21. Mai 2021, 16:00 — 17:00 Uhr

Wie verschieben sich derzeit Prioritäten zwischen Datenschutz und öffentlicher Gesundheit — und warum können wir nicht beides haben? Diese Frage will das Digital Autonomy Hub in einem Meet-Up mit einem breiten Publikum diskutieren. Da gerade die kritische Auseinandersetzung mit digitalen Datenpraktiken im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Entgrenzung und Digitalisierung von aktueller Relevanz sind. Dabei ist ein selbstbestimmter und reflektierter Umgang mit Daten bei beispielsweise digitalen Angeboten zwingend notwendig.
Aspekte der individuellen digitalen Souveränität werden ausgehend von den Vorträgen „Digitale Impfnachweise“ mit Fabio Chiusi (AlgorithmWatch) und „Das Recht auf Privatsphäre: Kinder zwischen Schutzbedürfnis und Freiheitsdrang“ mit Jutta Croll (Stiftung Digitale Chance) präsentiert und diskutiert.
 

27/04/2021

Data.Governance.Symposium 2021

— 6. Mai 2021, 17:00 — 18:30 Uhr

Viele innovative Projekte und Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor beruhen auf der Nutzung von Daten. Einige Organisationen verfügen zwar über jahrzehntelange Expertise im strategischen Umgang mit Daten, wiederum andere sehen das Sicherstellen der Dimensionen Datenschutz, Datenqualität oder Datenethik als große Herausforderung an. Das Framework „Self-Data-Goverance“ soll diese Dimensionen vereinen und als Orientierung dienen, um selbständig Rahmenbedingungen und Prozesse im Sinne dieser aufsetzen und aufbauen zu können.

Dementsprechend lädt der unabhängige Think Tank iRights.lab ein, um zusammen mit Interessierten und Expert*innen zu diskutierten, welche Herausforderungen datenbasierten Organisationen im Bereich Data Governance gegenüberstehen und welche Lösungsansätze es gibt, die zu einem angemessenen Management von Daten beitragen können.

27/04/2021

Enter Privacy Mode — Digitale Souveränität und Privatsphäre im Netz

— Webtalk | 4. Mai 2021, 18:00 — 19:00 Uhr

Der Schutz der eigenen Privatsphäre ist ein hoch diskutiertes Thema, aber obwohl es den meisten Menschen wichtig zu sein scheint, teilen sie ihre Daten dennoch oftmals freigiebig. Warum sind also Nutzer*innen bereit, ihre individuelle digitale Souveränität aufzugeben? Diese und weitere Fragen beschäftigen Expert*innen der Psychologie, Informatik und Medienpädagogik gleichermaßen.

Im Webtalk „Enter Privacy Mode — Digitale Souveränität und Privatsphäre im Netz“ des Digital Autonomy Hubs wird dieses gespaltene Verhältnis zur eigenen Privatsphäre diskutiert.

27/04/2021

Hochwertige Datensätze in Deutschland

— Studie zur Bestimmung von "High Value Datasets"

Der öffentliche Sektor verfügt über zahlreiche Informationen aus Statistiken, Satellitenbilder sowie Umwelt- und Mobilitätsdaten, die sowohl zum gesellschaftlichen Wohl beitragen als auch von wirtschaftlichem Nutzen sein können. Um die Zugänglichkeit von Daten des öffentlichen Sektors zu vereinfachen, hat die Europäische Kommission 2013 die EU-Richtinie über offene Daten und die Weiterverwendung des öffentlichen Sektors erlassen. Im Jahr 2019 wurde diese „Re-use of Public Sector Information“-Richtlinie überarbeitet und sieht nun beispielsweise die Bestimmung sogenannter „High Value Datasets“ vor.


Als offene Daten sollen diese klassifizierten Datensätze künftig von Behörden oder öffentlichen Unternehmen kostenfrei, maschinenlesbar und über Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden.

Um die Verhandlungen der EU-Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission zur Bestimmung der „High Value Datasets“ vorzubereiten, beauftragte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Fraunhofer FOKUS mit der Studie „Hochwertige Datensätze in Deutschland“. In Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. und dem iRights.lab wurde diese Studie als Grundlage zur Identifikation, Bewertung und Klassifizierung von „High Value Datasets“ erstellt.

27/04/2021

Digital Autonomy Hub | 2. Policy Brief

— Digitale Impfnachweise

Nach mehr als einem Jahr Pandemie laufen in mehreren Ländern die Impfkampagnen zu COVID-19 und mittlerweile werden die Forderungen nach einem digitalen Impfnachweis lauter. So sehen viele darin die Chance, nach erfolgreicher Impfung wieder ein Stück Bewegungsfreiheit und Autonomie zurückzugewinnen. Aber welche gesellschaftlichen Vor- und Nachteile gehen mit digitalen Impfnachweisen einher und welche Aspekte kommen gar zu kurz? Diese und weitere Fragen untersucht das Digital Autonomy Hub im zweiten Policy Brief und kartiert hierfür unterschiedliche Lösungsansätze. So fehlen noch immer Details dazu, welche Technologien eingesetzt werden sollen, um diese im öffentlichen Gesundheitswesen zu integrieren.

16/03/2021

Informatik Spektrum

— Die datenschutzrechtlichen Aspekte der Self-Sovereign Identity | Ursula Sury

Das Internet wird von vielen Menschen mehrmals täglich für verschiedene Zwecke benutzt. Dabei hinterlässt jeder Internetnutzende eine digitale Spur, unter anderem bei der Registrierung auf unterschiedlichen Plattformen. Es ist den Internetnutzenden oftmals unklar, welche persönlichen Daten die Anbietenden genau über sie sammeln. Zudem stellt die Verwaltung der verschiedenen Online- Konten oftmals eine umfangreiche Aufgabe dar. Nicht zu vernachlässigen ist dabei das Risiko, dass sich Dritte Zugriff auf die Daten einer Person verschaffen können, um sich als diese Person auszugeben. Ein Mittel, welches dabei Abhilfe schaffen kann, ist die Self-Sovereign-Identity (SSI).

Ursula Sury ist Vizedirektorin an der Hochschule Luzern und ist unter anderem auf Datenschutz- und Informatikrecht spezialisiert.

16/03/2021

iRights.lab

— Denkwerkstatt

Das iRights.lab ist ein unabhängiger Think Tank zur Entwicklung von Strategien und praktischen Lösungen, um die Veränderungen in der digitalen Welt vorteilhaft zu gestalten. Die durch das Lab entwickelten Strategien und praktischen Lösungen unterstützen unter anderem öffentliche Institutionen, Wissenschaft und Politik, um Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und die vielschichtigen Potenziale effektiv und positiv zu nutzen. Dazu werden rechtliche, technische, ökonomische und gesellschaftspolitische Expertisen miteinander verknüpft.

In der Denkwerkstatt des iRights.lab werden in den kommenden Jahren Ideen, Themen, Fragestellungen und Visionen für gesamtgesellschaftliche Cyber-Sicherheit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und weiteren engagierten Partner*innen in einem partizipativen Format geteilt.

03/03/2021

Mensch-Maschine-Interaktionen in digitalen_kulturen

— Jahrestagung

Im Rahmen der Jahrestagung des Forschungsschwerpunkts digitale_kultur der FernUniversität in Hagen und der Emmy Noether-Forschungsgruppe (DFG) wurde eingehend „das Phänomen der Interaktion in der Mensch-Maschine-Interaktion“ diskutiert. Betrachtet wurden qualitative Neuerungen gegenwärtiger Mensch-Maschine-Interaktionen aus einer interdisziplinären Perspektive unter Berücksichtigung technologischer, philosophischer, kultur-, sozial- und bildungswissenschaftlicher Ansätze.

Im Panel „Producing Knowledge with/about Machines“ präsentierte Claudia Müller-Birn
aktuelle Forschungsergebnisse der Forschungsgruppe Human-Centered Computing unter dem Titel: „Von den Herausforderungen und Möglichkeiten der Mensch-Maschine-Zusammenarbeit“

Dieser Vortrag plädiert für einen alternativen Ansatz beim Entwurf von Softwaresystemen. Durch den Einsatz partizipativer Methoden sollen bestehende Interdependenzen kollaborativer Mensch-Maschine- Aktivitäten offengelegt werden. Mit diesen Methoden können Erkenntnisse gewonnenen werden, die die quantitativen Ergebnisse des maschinellen Lernens durch qualitative Daten ergänzen. Darüber hinaus sollte das Entscheidungsmodell eines genutzten Algorithmus transparent kommuniziert und interaktiv von Menschen erforscht werden können.

12/02/2021

CHI 2021 Virtual Conference | 8. – 13. Mai 2021

— Making Waves, Combining Strengths

Die CHI Virtual Conference on Human Factors in Computing Systems ist die führende internationale Konferenz zum Thema Mensch-Computer-Interaktion. Die CHI ist ein Ort, an dem sich Forschende und Praktiker*innen aus der ganzen Welt treffen, um die neuesten Entwicklungen in der Interaktionstechnologie zu diskutieren. Die CHI gilt als die prestigeträchtigste Konferenz im Bereich der Mensch-Computer-Interaktion und zieht jährlich Tausende von internationalen Teilnehmer*innen an.

Die CHI 2021 wird zum ersten Mal als virtuelle Konferenz abgehalten. Das diesjährige Thema „Making Waves, Combining Strengths“ soll Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen ermutigen, deren neueste Entdeckungen und Fortschritte vorzustellen. Dabei sollen die Stärken von Akteur*innen aus unterschiedlichen Perspektiven gebündelt werden.

12/02/2021

Ausschreibung von zehn wissenschaftlichen Expertisen

— Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München

Das Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung – ISF München schreibt im Rahmen des BMBF- geförderten Projekts „KI – Mensch – Gesellschaft: Den Wandel des Mensch-Technik-Verhältnisses durch Künstliche Intelligenz ganzheitlich verstehen und bewerten“ (KIMeGe) zehn wissenschaftliche Expertisen zu folgendem Themenkomplex aus: Gesellschaftliche Fragestellungen des Mensch-Technik- Verhältnisses bei Künstlicher Intelligenz.

12/02/2021

Online Vortrag – 23. Februar 2021 | 18:00 – 19:30

— Herausforderungen für den Datenschutz und das Datenschutzrecht

Der von der Gesellschaft für Informatik veranstaltete Vortrag befasst sich mit den zentralen Herausforderungen der Digitalisierung für die Grundrechte auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung. Herausforderungen, warum die Grundsätze des Datenschutzes stark unter Druck geraten und die DSGVO dennoch helfen kann, werden diskutiert. Welche Rolle das Zusammenwirken von Recht und Informatik dabei spielen und warum dies erforderlich ist, wird an aktuellen Beispielen gezeigt.

29/01/2021

Webtalk am 9. Februar 2021 | 18:00 – 19:15

— (In)transparente Datenschutzerklärungen und digitale Mündigkeit

In der digitalen Veranstaltung (organisiert durch das Digital Autonomy Hub) wird diskutiert, mit welchen Methoden und Instrumenten Datenschutzerklärungen nutzerorientiert gestalten werden können, um „Transparency by Design“ umzusetzen. Neben Expert*innen aus dem Bereich Datenschutz nehmen auch Forscher*innen aus den Projekten PANDERAM und DaSKITA am gemeinsamen Webtalk teil.

29/01/2021

Missing Link: Souverän im Netz

— Wie Staaten digitale Selbstbestimmung gestalten

Laut dem am 3. Januar 2021 auf Heise Online veröffentlichten Artikel wurde „Digitale Souveränität“ zu den „Buzzwörtern 2020“ erklärt. Obwohl dieses Thema im Zuge der Digitalisierung und des Datenschutzes an zunehmendem Interesse gewonnen hat, wurde bislang noch nicht ausreichend vermittelt, wie man „digital souverän“ handelt. Um dieser Annahme nachzugehen, werden in diesem Artikel die digitale Selbstbestimmung, staatliche sowie technologische Souveränität in Anbetracht politischer Ereignisse genauer betrachtet – Bezug nehmend auf die Forschungsergebnisse der Expertin Dr. Julia Pohle, die mit Erfahrung im Bereich „Nationaler und globaler Internetpolitik“ bereits eingehend die Dimensionen und Umsetzungsfelder digitaler Souveränität untersuchte.

29/01/2021

i-com

— Journal of Interactive Media

Die Zeitschrift „i-com – Journal of Interactive Media“ beschäftigt sich mit Themen rund um die Mensch- Computer-Interaktion und bietet ein Fachforum für Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen diverser Disziplinen. Dabei steht die Gestaltung und Anwendung neuer Informations- und Kommunikations- technologien aus der Perspektive der Nutzer*innen im Vordergrund. Dieses Format ermöglicht unter anderem den interdisziplinären Austausch aus Bereichen wie der Informatik, Medizin und Soziologie und diskutiert anwendungsbezogene Lösungen aus Forschung und Praxis.

21/01/2021

USP Day

— Usable Security and Privacy Day

Wie kann der Kompromiss zwischen dem Recht des Einzelnen auf Privatsphäre und den Interessen der Gesellschaft zeitgemäß gestaltet werden? Diese und weitere Themen wurden während des vom Fraunhofer AISEC veranstalteten USP Day am 21. Januar 2021 eingehend hinterfragt. Expert*innen verschiedener Disziplinen kamen zusammen und tauschten sich in Talks und Workshops zur nutzerorientierten Sicherheit und Privatsphäre aus. Neben Erkenntnissen zu aktuellen Forschungsergebnissen wurden auch weitere Perspektiven zu themenrelevanten Bereichen vermittelt.

18/12/2020

Digital Autonomy Hub

— Erster Policy Brief "Data Trust"

Ist „Data Trust“ die Antwort, um personenbezogene Daten zu teilen, ohne die individuelle Selbstbestimmung zu untergraben? Im ersten Policy Brief des Digital Autonomy Hub wird die Idee zu Data Trust eingehend diskutiert. Dabei werden Herausforderungen und Voraussetzungen unter anderem der Öffentlichkeit und politischen Entscheidungsträger*innen untersucht, um ein gemeinsames Verständnis zu vermitteln, wie individuelle Selbstbestimmung in Deutschland ermöglicht werden kann. Zur Erkenntnis- und Wissensvermittlung wird der Policy Brief fortan vierteljährlich publiziert. Die aktuelle Publikation finden Sie über den folgenden Link.

18/12/2020

Webtalk

— Wie User Centered Design und Gamification uns digital mündiger machen

Bei diesem Webtalk vom 8. Dezember 2020 untersuchten Expert*innen wie digitale Systeme zur Förderung der Mündigkeit von Nutzer*innen gestaltet werden können. Während der virtuellen Veranstaltung wurde der Einfluss von Gestaltung und Interaktivität mit Bezug auf User Centered Design und Gamification eingehend hinterfragt. Partner*innen aus unter anderem der Medizin, Automobilindustrie und Forschung diskutierten diese Fragestellung unter der Prämisse zur souveränen Nutzung von digitalen Anwendungen.

Weitere Informationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen des Digital Autonomy Hub finden Sie über den nachstehenden Link.

18/12/2020

Datenscham.org

— Wie sicher ist dein digitales ich?

Datenscham.org ist ein Unterhaltungstool zur Sensibilisierung für Datenschutz und IT-Sicherheit. Initiiert wird diese Aktion von Netzpolitik.org – einer neutralen Plattform, die das Gefüge Internet, Gesellschaft und Politik hinterfragt und sich für digitale Freiheit und Offenheit einsetzt. Anhand von zehn Fragen bezüglich des Umgangs mit beispielsweise Cookies oder Social Media wird der persönliche Privacy-Score errechnet. Die resultierende Auswertung stellt dabei keine Empfehlung dar, sondern dient vielmehr zur kritischen Einschätzung und Aufklärung im Kontext zum Schutz der Privatsphäre. Folgen Sie dem Link und testen Sie Ihr digitales Verhalten.

30/11/2020

Digitale Souveränität

— Es gibt momentan im Internet keine Privatsphäre

Der auf Heise Online veröffentlichte Artikel bespricht die aktuelle Situation rund um den Datenschutz sowie längst überfällige Änderungen, um die Balance der Grundrechte angesichts der anhaltenden Pandemie aufrechtzuerhalten. So werden unter anderem die Corona-Warn-App als auch die Dringlichkeit für „ambitionierte Projekte für freie Hard- und Software“ in Europa in Zeiten des Lockdowns und im internationalen Vergleich bewertet. Des Weiteren wird zur Umsetzung weiterführender Digitalisierungsmaßnahmen auf das „politische Bewusstsein“ verwiesen, das notwendig ist, um digitale Souveränität mit dem in Europa vorhandenem datenschutzrechtlichen Fachwissen umzusetzen.

18/11/2020

Forum Junge Spitzenforscher

— 3. Platz für Franziska Boenisch (Fraunhofer AISEC)

Der Wissenschaftswettbewerb „Forum Junge Spitzenforscher“ sucht jedes Jahr wissenschaftliche Nachwuchstalente mit Unterstützung der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Mit dem Fokus auf „Künstliche Intelligenz“ wurden diesen November sechs vielversprechende Finalist*innen eingeladen, um ihre innovativen Forschungsvorhaben und Lösungsansätze aus der themenrelevanten Grundlagenforschung im Rahmen der virtuellen Abschlussveranstaltung vor einer Expertenjury zu präsentieren.

Forschungsprojekt PrivML wird mit 6.000 € prämiert

Franziska Boenisch arbeitet als Teil des Teams unseres Verpandpartners Fraunhofer AISEC an der Entwicklung des Projekts PrivML. Dabei soll ein Framework gestaltet werden, welches den Verlust von Privatsphäre in Machine Learning-Modellen quantifiziert und das Privatsphäre-Risiko einzelner Datenpunkte evaluiert. Dies ermöglicht die Bewahrung der Privatsphäre und rechtssichere Anwendung dieser Methoden. Obwohl Machine Learning-Modelle zunehmend für Vorhersagen auf privaten Daten in sensiblen Anwendungen wie beispielsweise im medizinischen Diagnosekontext eingesetzt werden, ist diese Folgenabschätzung bisher nur rudimentär entwickelt. Das Problem, dass die Effektivität dieser Methoden aktueller Forschung nicht einheitlich quantifizierbar ist, soll mit dem entwickelten Framework gelöst werden.

14/11/2020

FIfF-Konferenz 2020

— Mit dem Wissen wächst der Zweifel

Seit der Gründung 1984 sieht sich das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e. V. in der Verantwortung auf Missstände in einer von der Informatik geprägten Gesellschaft hinzuweisen und an der humanitären Gestaltung der „Digitalen Gesellschaft“ konstruktiv mitzuwirken.

Zum Thema „Mit dem Wissen wächst der Zweifel – Vereinbarkeit und Widersprüche der Designziele Datenschutz, IT-Sicherheit, Usability und Barrierefreiheit“ veranstaltete die FIfFKon vergangenen November eine virtuelle Konferenz zur Fortführung ihres gesellschaftlichen und politischen Engagements. In verschiedenen Keynotes und Podiumsdiskussionen wurde untersucht, inwieweit sich Designziele und Anforderungen für Informationssysteme widersprechen und wie diese gesellschaftspolitisch realisiert werden können.

12/11/2020

Forum Privatheit

— Selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt

Zur diesjährigen Jahreskonferenz lädt das Forum Privatheit zum Thema „Selbstbestimmung und Privatheit – Gestaltungsoptionen für einen europäischen Weg“. Dabei greift das Forum auf eine siebenjährige Expertise zu datenpolitischen Entwicklungen zurück und diskutiert gemeinsam mit weiteren Wissenschaftler*innen verschiedenster Disziplinen, welche Gestaltungsoptionen geeignet sind, um selbstbestimmtes Handeln und Privatheit im digitalen Zeitalter zu gewährleisten. Innerhalb verschiedener Panels werden gesellschaftsrelevante Perspektiven unter anderem zu Datensouveränität und digitalrechtlichen Entscheidungsfindungen hinsichtlich einer Datenspende im interdisziplinären Diskurs untersucht.

08/11/2020

Ringvorlesung "Digitale Souveränität"

— Über den Tellerrand

Mit dem Themenschwerpunkt „Digitale Souveränität“ veranstalten die Universitätsgesellschaft Potsdam e.V. und das Senior Fellows Network-Kapitel (SNF) eine Ringvorlesung im Hybrid-Format und als Live-Stream. Mittels verschiedener Vorlesungsinhalte diskutieren erfahrene Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus Wirtschaft, Politik und Kultur Fragestellungen zu digitaler Resilienz und Souveränität aus der Sicht unterschiedlicher Interessengruppen. Dafür werden in den jeweiligen Vorlesungen Ansätze für praktikable Lösungen untersucht, die sich unter anderem mit der Bedeutung, Definition und Sicherstellung digitaler Souveränität für Wirtschaft, Öffentlichkeit und Praxis beschäftigen.

30/10/2020

CSCW 2020 | Aktuelle Forschungsergebnisse

— ACM Konferenz zum Thema "Computer-Supported Cooperative Work and Social Computing"

Als erste wissenschaftliche Gesellschaft für Informatik wurde 1947 die ACM (Association for Computing Machinery) gegründet. Dabei stärkt ACM den Dialog zwischen Wissenschaft und Technologie durch Publikationen und Konferenzen wie der diesjährigen CSCW 2020. Die Tagung CSCW (Computer-Supported Cooperative Work) gilt als erste Adresse für Forschende im Bereich der Entwicklung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Expert*innen und Kooperationen aus Wissenschaft und Praxis präsentieren jährlich in verschiedenen Kategorien Ergebnisse und Erkenntnisse zum zentralen Forschungsgebiet „Mensch und Technologie“.

In Rahmen des Forschungsschwerpunkts sind besonders die Publikationen zu den Panels „Data and Social Media for Health“ sowie „Privacy & Security“ zu empfehlen.

30/10/2020

Digital Autonomy Hub

— Erste Beiratssitzung

Prof. Dr. Claudia Müller-Birn hat am 30.10.2020 an der ersten Beiratssitzung des Digital Autonomy Hub – Technik souverän nutzen teilgenommen. Es handelt sich um ein Kompetenzzentrum, das ein interdisziplinäres Netzwerk von 43 Instituten und Organisationen koordiniert. Auch unser Verbundprojekt WerteRadar ist in diesem Netzwerk präsentiert. Das Hub soll sichtbar machen, woran die Partner forschen und welche Ideen sie entwickeln, um die individuelle digitale Souveränität zu stärken. Ziel dieses Wissenstransfers ist es, allen Menschen einen reflektierten und selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten, Geräten und Anwendungen zu ermöglichen. Das Kompetenzzentrum bereitet aktuelle Forschungsergebnisse für Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf und berät die verschiedenen Akteure zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der Datennutzung. Das Digital Autonomy Hub wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Forschungsprogramms „Technik zum Menschen bringen“ gefördert und von Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und AlgorithmWatch umgesetzt.

29/09/2020

Digital Autonomy Hub

— Kompetenzzentrum für Forschungsprojekte zur Förderung des Wissenstransfers

Unter dem Titel „Digital Autonomy Hub – Technik Souverän nutzen“ tritt das interdisziplinäre Netzwerk mit 43 Institutionen und Organisationen an die Öffentlichkeit. Ziel dieses Wissenstransfers ist es, Forschungsprojekte und deren Projektfortschritt in den Vordergrund zu stellen, um die individuelle digitale Souveränität transdisziplinär und ganzheitlich zu stärken.

Im Rahmen des sogenannten „Monitors“ werden die jeweiligen Projekte und deren Forschungsergebnisse gesammelt und öffentlich zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden aktuelle Forschungsergebnisse für die Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft aufbereitet und eine netzwerkorientierte Beratung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Perspektiven der Datennutzung angeboten. Dementsprechend tagt der Beirat des Digital Autonomy Hub, dem unter anderem Prof. Dr. Claudia Müller-Birn angehört, zweimal pro Jahr zu einem konkreten und gesellschaftsrelevanten Thema.

Im Rahmen des Forschungsprogramms „Technik zum Menschen bringen“ wird der Digital Autonomy Hub vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

29/09/2020

Digitale Souveränität in der Mensch-Technik-Interaktion

— WebTalk zur Steigerung der digitalen Mündigkeit

Die INFORMATIK der Gesellschaft für Informatik GI e.V. gilt als wichtigste und größte Veranstaltung im deutschsprachigen Raum. Unter dem Motto „Back to the Future“ findet vom 28.09. bis 2.10.2020 die 50. Jahrestagung als virtuelles Event mit den Themenschwerpunkten Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft statt.

Besonders hervorzuheben ist der WebTalk „Digitale Souveränität in der Mensch-Technik-Interaktion“ vom vergangenen Dienstag, den 29.09.2020.

In diesem Panel erörterten Expert*innen aus dem Bereich Informatik technische, gesellschaftliche und politische Aspekte zur Steigerung der digitalen Mündigkeit. Als Grundlage diente sowohl die individuelle als auch die gesamtgesellschaftliche Zielstellung der Mensch-Technik-Interaktion in Bezug auf Datenverknüpfungen und digitalen Anwendungen, um als Nutzer*in reflektierte Entscheidungen treffen zu können.